Alle Rennberichte 2025
- Raphael Wüest

- 23. Apr.
- 3 Min. Lesezeit
Halbmarathon München
Nun ist es bereits eine Woche her, seit ich beim Halbmarathon in München an den Start gegangen bin. Es war ein wunderbares Erlebnis, das ich besonders durch die Unterstützung einiger JKC-Mitglieder geniessen konnte. Herzlichen Dank dafür!
Mein Ziel war es, den Lauf ohne Zeitdruck einfach zu geniessen und die vollen 21 Kilometer mit Freude zu absolvieren. Trotz meiner Einteilung im Block B, wodurch ich die ersten vier Kilometer viele hundert Läufer überholen musste, konnte ich stets mit gutem Druck in den Beinen laufen. Ich erreichte das Ziel schliesslich in einer Zeit von 1:22.21, was mir in meiner Alterskategorie den 4. Rang und insgesamt den 101. Platz einbrachte. Besonders motivierend: Auf den dritten Platz fehlten mir nur 40 Sekunden!
Das nächste sportliche Abenteuer erwartet mich bereits am kommenden Wochenende, wenn ich gemeinsam mit meiner Schwester beim Halbmarathon in Luzern als Saisonabschluss starte.
Madrisatrail T54
Leider verlief der T54 Trail in Kloster nicht wie erhofft. Körperlich war ich gut vorbereitet, trotz diverser Entzündungen und muskulärer Probleme und auch konditionell fühlte ich mich bestens gerüstet. Doch mental war ich die ganze Woche über und besonders beim Start nicht auf der Höhe. Mein Kopf war voller Gedanken und konnte sich nicht ausreichend auf den Lauf fokussieren. Trotzdem begann ich den Trail zuversichtlich.
Von Anfang an war es ein Kampf gegen mich selbst. Jeder Anstieg war eine Qual und bereitete mir keine Freude, obwohl meine Kondition passte. Im Verlauf des Rennens traten die Entzündungen und muskulären Probleme wieder auf. All dies führte dazu, dass ich nach 33 Kilometern beim Anstieg eine mentale Blockade erlitt, die ich nicht mehr überwinden konnte.
Ich muss mich mental erholen und meinen Kopf freibekommen. Auch das Planen, um jedes Training zu absolvieren, stresst mich manchmal. Zudem habe ich festgestellt, dass mich die Trainings momentan mehr begeistern als die Wettkämpfe.
Deshalb habe ich mich entschieden, die weiteren Wettkämpfe dieses Jahr auszulassen, um mich wieder zu fokussieren und die Freude nicht zu verlieren. Nach 12 Jahren so intensiven Sports ist es für mich an der Zeit! Natürlich werde ich weiterhin trainieren, da ich diesen Ausgleich brauche und daran Freude habe.
Herzlichen Dank für euer Verständnis und die vielen WhatsApp-Nachrichten.
Zürich Marathon
Am Sonntag, den 13. April 2025, stand ich an der Startlinie des Zürich Marathons – bereit für die Saison 2025.
Meine Taktik diesmal: den Lauf kontrolliert und bewusst langsamer anzugehen, um im letzten Abschnitt mit einem kraftvollen Finish noch einmal alles rauszuholen.Mal eine andere Herangehensweise – wer nichts wagt, gewinnt nichts!
Die Idee dahinter war klar: Energie clever einteilen, um zum Schluss die Pace deutlich anziehen zu können und unter der magischen Drei-Stunden-Marke zu bleiben. Trotz guter Vorbereitung und beherztem Einsatz fehlte mir im finalen Abschnitt der nötige Punch, um das Tempo wie geplant zu steigern. Mein Ziel verpasste ich knapp – doch das gehört zum Sport dazu.
Was bleibt, ist ein Erlebnis voller positiver Momente:Gesund geblieben, jede Minute auf der Strecke genossen, getragen von einer unglaublichen Stimmung am Streckenrand – die 42,195 Kilometer flogen regelrecht vorbei. Das Wetter? Besser hätte es nicht sein können: optimale Bedingungen.
Auch wenn die Strategie nicht ganz aufging, bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden: 3:07:06 Stunden, Platz 474 overall und Rang 49 in meiner Alterskategorie – passt!
Fazit:Wieder eine wertvolle Erfahrung gesammelt, die mich als Läufer weiterbringt. Und genau darum geht’s: immer wieder Neues wagen, aus jedem Rennen lernen – und mit einem Lächeln im Ziel ankommen.




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